Satsang 26.6.
Updated: 7 hours ago
"Die Meditationstechnik die Prem uns zeigte bestand darin, dass wir jedem Körperteil, beginnend bei den Füssen, unsere ganze Aufmerksamkeit schenkten. Prem leitete uns an, wir sollten die Körperteile um Vergebung bitten, dass wir uns erst jetzt bei Ihnen bedankten für ihre Unterstützung bei unserer Suche nach uns selber. Ich merkte plötzlich einen Widerstand gegen Prems Anleitung, ich wollte nicht gehorchen, ich kam mir bevormundet vor. Es fühlte sich genau so an, wie wenn einem als Kind gesagt wird, man solle sich für etwas entschuldigen das man gesagt oder getan hat, aber etwas im Innern sperrt sich dagegen und schliesslich presst man ein unverständliches 'ntschuldigung zwischen den Lippen durch. Arroganz und Stolz kamen in mir auf und die Überzeugung, dass ich selber besser wisse was ich zu tun habe, als Prem. Zuerst empfand ich die Gedanken als meine Gedanken, aber plötzlich wurde mir die Gefühle bewusst und ich konnte den Zorn hinter dem Stolz sehen, die Wut über den Kontrollverlust und ich begegnete dem Zorn, liess ihn zu, anstatt ihn weghaben zu wollen. Dann spürte ich grosse physische Schmerzen in der rechten Körperhälfte und wieder enstand Wut über diese Schmerzen, wiederum aber liess ich alles einfach geschehen und beobachtete nur. Es fühlte sich an als würde der Schmerz verbrennen. Nach einer Weile hörten die Schmerzen auf. Dann tauchte Angst auf, ich spürte sie ums Herz liegen wie Blei. Bestätigt von den Erfahrungen zuvor entschied ich mich, auch der Angst nicht auszuweichen und ihr zu begegnen. Kurz nachdem ich begonnen hatte liess Prem Musik laufen und forderte uns alle auf zu tanzen. Noch auf die Herzgegend konzentriert, bemerkte ich die Scham, die auch dort war. Etwas in mir wollte nicht tanzen, genierte sich, fühlte sich furchtbar scheu. Ich fing trotzdem an mich zu bewegen und beobachtete die Gefühle die auftauchten. Ich fühlte mich ungeschickt, unbeweglich und steif... einfach furchtbar. Aber irgendwie hatte ich Mitleid mit dem Tollpatsch und dann tauchte eine kindliche Freude auf, einfach tollpatschig sein zu dürfen, peinlich sein zu dürfen. Und je mehr ich tanzte desto mehr Scham konnte ich loslassen und mein Körper wurde lockerer und seit langem konnte ich meine Hüfte kreisen lassen und mich frei zur Musik bewegen, ohne vorher Alkohol trinken zu müssen. Danach fühlte ich mich entspannt und friedlich. Ich bin sehr dankbar für den Zorn und die Scham, ich verstehe mich nun besser und bin gewillt auch weiterhin offen dem zu begegnen was kommt." - Andi





Comments